Kauftipps für LED-Lampen

LED-Lampen – DIE Alternative zu Glüh- und Halogenlampen

LED-Lampen (Leuchtdioden – LED für Light Emitting Diode bzw. lichtemittierende Diode) stellen die langlebigsten und energieeffizienteste Alternative zur Glüh- und Halogenlampe dar und eignen sich mittlerweile für fast jede Anwendung. Sie verbrauchen bis zu 90 Prozent weniger Strom als Glühlampen und über 70 Prozent weniger als Halogenglühlampen. Je nach Modell halten sie bis zu 25 Jahre lang. (Diese Lebensdauer gilt unter der Annahme von 1000 Betriebsstunden pro Jahr, d.h. 2,74 Stunden pro Tag.) Sie sind noch vergleichsweise teuer. Der Kaufpreis liegt meist zwischen 5 und 30 Euro (Stand November 2015). Sie sind in allen Lichtfarben von warmweiß (<3500 Kelvin) über neutralweiß (3500 bis 5000 Kelvin) bis hin zu tageslichtweiß (6500 Kelvin) erhältlich. Je nach Modell sind sie auch dimmbar. Die Startzeit ist mit der von Glühlampen vergleichbar. Sie beträgt weniger als eine Sekunde.

1. Kaufen Sie die passende Lampe

Damit Sie zu Hause keine böse Überraschung erleben, sollten Sie sich vor dem Kauf in der Leuchte anschauen, welchen Sockel die neue Lampe haben muss und welche Abmessungen sie haben darf. Häufig sind in Leuchten die Sockel E27 und E14 mit Drehgewinde. In Strahlern (auch Spots oder Reflektoren genannt) handelt es sich häufig um Stecksockel, wie z.B. GU5.3.

2. Wählen Sie die richtige Helligkeit (Lumen)

Wählen Sie die Helligkeit danach aus, für welchen Zweck Sie die Lampe verwenden möchten. Bevorzugen Sie dabei jedoch Modelle mit einer guten Lichtausbeute: Je heller eine Lampe (Lichtstrom in Lumen) bei gleicher Wattstärke ist, desto effizienter ist sie. Auf der Lampenverpackung ist angegeben, wie hell eine Lampe ist. Die Helligkeit wird als Lichtstrom mit der Einheit Lumen angegeben. Da für viele Verbraucher die Leistungsaufnahme von Glühlampen in Watt nach wie vor noch eine Referenz für die Helligkeit von Lampen ist, wird auf der Verpackung darüber hinaus in der Regel auch die Wattzahl einer vergleichbar hellen Glühlampe angegeben.

Grafik: Watt und Lumen von Glühbirnen und LED-Lampen im Vergleich

3. Lichtfarbe je nach Einsatzbereich aussuchen

Welche Lichtfarbe man vorzieht ist Geschmacksache, dennoch gilt für viele Verbraucher:

  • Warmweißes oder extrawarmweißes Licht (ca. 2500 - 3500 Kelvin) passt für den gemütlichen Teil der Wohnung, z.B. Wohn-, Schlaf- und Kinderzimmer.
  • Neutralweiß (ca. 4000 Kelvin) für Küche und Flur.
  • Tageslicht- oder Kaltweiß (ca. 6500 Kelvin) eignet sich eher für Arbeitsbereiche, wie Büro oder Arbeitszimmer.

Sie erkennen die Lichtfarbe an der auf der Packung angegebenen Farbtemperatur in Kelvin: je höher die Farbtemperatur, desto höher der Blauanteil im Licht.

4. Je öfter eine Lampe brennt, desto eher lohnt sich der Austausch

Gegenüber Halogen- oder Glühlampen amortisiert sich der vergleichsweise hohe Kaufpreis von LED-Lampen durch den deutlich niedrigeren Stromverbrauch und die erheblich längere Lebensdauer – im günstigsten Fall schon innerhalb des ersten Jahres. Der konkrete Amortisationszeitraum hängt neben dem konkreten Kaufpreis auch davon ab, wie lange die entsprechende Lampe täglich brennt: Je häufiger Sie sie nutzen bzw. je länger sie brennt umso eher lohnt sich der Austausch.

5. Prüfen Sie, ob der Transformator ausgetauscht werden muss

Wichtig: Beim Austausch von Halogenstrahlern (mit GU5.3-Sockeln, 12 Volt) durch LED-Niedervolt-Strahler (sie werden häufig als so genannte Downlights in der Decke verwendet), muss auch der Transformator ausgetauscht werden. Die LED-Strahler werden mit Gleichstrom betrieben, während die Halogenstrahler Wechselstrom benötigen. Die LEDs funktionieren zwar auch bei Wechselstrom, allerdings verringert das einen ihrer größten Vorteile: die Lebensdauer. Das Austauschen des Transformators kann in der Praxis ein ziemliches Hindernis darstellen, da sie häufig verbaut sind. Wenn es nicht möglich ist, an die Transformatoren heranzukommen, könnte man zunächst Strahler mit niedrigerer Leistung einsetzen (z.B. 12 W statt 35 W). Wer es „richtig“ machen will, sucht den Transformator, tauscht diesen aus (ca. 7 bis 20 Euro, Stand September 2015) und steigt auf LED-Strahler um.

6. Nur Leuchten kaufen, in die effiziente Lampen passen

In der Fachsprache wird nur das Leuchtmittel als Lampe bezeichnet (z.B. Halogenglühlampe) und der gesamte Leuchtkörper als Leuchte (z.B. Deckenleuchte). Kaufen Sie nur eine Leuchte, die für effiziente Leuchtmittel – LED- oder Energiesparlampen, Leuchtstoffröhren – geeignet sind. Sie können diese Information dem EU-Energielabel entnehmen. Vermeiden Sie Deckenfluter. Achten Sie außerdem darauf, dass die Leuchte keinen Standby-Verbrauch aufweist (dies betrifft z.B. Steckernetzteile, Touch-Schalter oder –Dimmer). Für den Arbeitsbereich sollten Sie besonders darauf achten, dass genügend Helligkeit ankommt: Als Faustregel gilt, dass bei Lese- oder Arbeitsleuchten eine kleine Schrift bei 30 cm Lichtabstand gut lesbar sein soll (ohne Fremdlicht).

Tipp: Lampensysteme mit austauschbare Leuchtmitteln sind nachhaltiger als andere Systeme (z.B. integrierte LED Leuchten).

7. Verkaufsverpackung beachten

Die Angaben auf der Verpackung von Haushaltslampen mit ungebündeltem Licht gemäß Verordnung EG 244/2009, helfen Ihnen bei der Orientierung weiter.

Wir haben Ihnen im rechten Seitenblock eine aussagekräftige Grafik im PDF-Format zum Herunterladen bereitgestellt. (Quelle: Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie (FEEI), Österreich.)

8. So entsorgen Sie eine kaputte LED-Lampe richtig

LED-Lampen dürfen nicht im Hausmüll entsorgt werden, da sie elektronische Bauteile enthalten. Sie müssen als Elektroschrott auf Recyclinghöfen oder bei den entsprechenden Rückgabestellen im Handel entsorgt werden.

Unter Lightcycle finden Sie kostenlose Sammelstellen für Altlampen in Ihrer Nähe.

Mit einem ECOTOPTEN-Produkt sind Sie auf der sicheren Seite!

 

Alle LED-Lampen, die wir empfehlen, erfüllen folgende Kriterien:

  • sehr effizient
  • LED-Lampen: mind. Energieffizienzklasse A+ und mind. 80 lm/Watt Lichtausbeute
  • LED-Strahler: mind. Energieeffizienzklasse A+ und mind. 60 lm/Watt Lichtausbeute
  • Lebensdauer: mind. 20.000 Stunden
  • hohe Schaltfestigkeit mit mind. 50.000 Ein-Aus-Schaltungen

Auch, wenn Sie die natürlichen Lichtquellen ausgeschöpft haben, gibt es zahlreiche Möglichkeiten Ihren Wohnraum effizient und stromsparend zu erhellen. Farben und gemütliche Lichtakzente sind nur zwei erhellende Tipps von vielen.

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