Kauftipps für energiesparende Herde und Backöfen

1. Egal ob Einzelgeräte oder Herd/Backofen-Kombination

In Bezug auf Kochen und Backen geht der Trend eindeutig weg vom klassischen Standherd, der Backofen und Kochfelder in einem Gerät integriert. In den meisten Fällen werden heute Kochfelder und Backöfen als voneinander getrennte Geräte verkauft, die sich unabhängig voneinander in Küchenfronten und Arbeitsplatten integrieren lassen. Die Bauart hat keine Auswirkungen auf den Strom- oder Gasverbrauch. Entscheiden Sie ganz unter Design- und Komfortaspekten.

2. Gas ist grundsätzlich ökologischer

Die direkte Nutzung von Gas zum Kochen ist – im Vergleich zur Nutzung von Strom – mit nur etwa halb so hohen Umwandlungsverlusten verbunden. Beim Kochen und Backen mit Strom entstehen Verluste bei der Stromerzeugung und bei der Umwandlung von Strom in Wärme. Dies bedeutet, dass bei einem Gasherd rund 58 Prozent der eingesetzten Primärenergie zum Kochen genutzt wird, beim Elektroherd dagegen nur 30 Prozent. EcoTopTen empfiehlt grundsätzlich alle Gasherde sowie Gasbacköfen und -kochfelder. Falls Sie keinen Gasanschluss besitzen, können sie diese Herde und Backöfen alternativ mit Gasflaschen betreiben – unter Umweltgesichtspunkten besteht nur ein geringer Unterschied. Aus Kostensicht schneidet der Betrieb von Gasbrennern immer am besten ab. Gas ist günstiger als Strom.

 

Kauftipps für den Backofen

1. Elektrobacköfen: nur Energieeffizienzklasse A+ oder besser

Entscheiden Sie sich für einen Elektrobackofen, empfiehlt EcoTopTen ausschließlich die sparsamsten Geräte der Energieeffizienzklasse A+, A++ oder A+++. Bei einem Volumen von 35 bis 64 Litern darf der Energieverbrauch pro genormten Backgang maximal 0,82 Kilowattstunden betragen.

2. Um- oder Heißluft spart bist zu 40 Prozent Heizenergie

Beim Heiß- oder Umluftbetrieb wird die Luft im Backofen über ein Gebläse verteilt und es herrscht überall eine gleichmäßige Temperatur. Dadurch können Sie auf mehreren Ebenen gleichzeitig braten, backen oder dünsten. Die bessere Wärmeausnutzung erlaubt es, die Gartemperaturen deutlich niedriger zu wählen als beim Backen mit Ober- und Unterhitze. Dies spart zwischen 25 und 40 Prozent Heizenergie. Auch das Vorheizen ist im Heiß- oder Umluftbetrieb bis auf wenige Ausnahmen überflüssig – ein Verzicht senkt den Energiebedarf um etwa weitere 20 Prozent.

 

Kauftipps für Kochfelder

Glaskeramik - eine effiziente Alternative für elektrisch betriebene Kochfelder

Für Kochfelder gibt es noch kein EU-Energielabel, da bislang ein standardisiertes Verfahren zur Messung des Energieverbrauchs fehlt. EcoTopTen empfiehlt grundsätzlich Elektroherde mit Glaskeramikkochfeldern – auch geläufig als Ceran®. Da bei diesen Kochfeldern weniger Masse erwärmt werden muss, verbrauchen sie weniger Energie als gusseiserne Kochplatten. Die beheizten Stellen eines Glaskeramik-Kochfeldes werden als Kochzonen bezeichnet und können auf unterschiedliche Weise beheizt werden:

  • Infrarot-Kochzonen erzeugen Wärme durch Heizspiralen, die eine intensive Infrarothitze produzieren.
  • Halogen-Kochzonen produzieren Hitze durch Halogenstrahler. Weil die Temperatur, die dabei erzeugt wird, höher ist als bei einem konventionellen gusseisernen Kochfeld, ist nur wenige Sekunden nach dem Einschalten die volle Leistung erreicht.
  • Induktionskochzonen: Hier wird die Wärme durch magnetische Wechselfelder direkt im Topfboden erzeugt.
  • Glaskeramik-Gas-Kochfelder erzeugen Hitze mit Gas.

Vor- und Nachteile von Induktionskochzonen

Vorteile:

  • Sie haben den geringsten Stromverbrauch beim Erhitzen.
  • Mit ihnen ist sehr schnelles Ankochen möglich.
  • Es gibt nur eine Wärmeentwicklung wenn ein Topf auf der Kochzone steht.
  • Durch die präzise Wärmeregulierung gibt es eine geringe Gefahr des Anbrennens.
  • Sie bieten große Sicherheit.

Nachteile:

  • Sie sind in der Anschaffung sehr teuer.
  • Sie benötigen spezielles Kochgeschirr aus magnetisierbarem Material. (Glasgeschirr ist zum Beispiel nur geeignet, wenn der Hersteller ausdrücklich darauf hinweist.)
  • Durch das elektromagnetische Wechselfeld entstehen Geräusche, die als störend empfunden werden können.
  • Beim Kochen entsteht elektromagnetische Strahlung (vor allem wenn der Topf nicht exakt auf dem Kochfeld platziert wird).

Es gibt richtig viele Tricks und Kniffe, um beim Kochen und Backen zu sparen. Wenn man Sie kennt, ist es leicht sie sich zur Gewohnheit zu machen. Erfahren Sie, worauf es ankommt.

Fakten über die Klimarelevanz von Kochfeldern und Hintergrundstudien.